Glaser/in - Verglasung und Glasbau

Berufe im Ausbau

Die Tätigkeit im Überblick
Glaser/innen der Fachrichtung Verglasung und Glasbau verarbeiten Flachglas zu Fenstern, Vitrinen oder Spiegeln, stellen Kunstverglasungen her und rahmen Bilder und Spiegel ein.

Die Ausbildung im Überblick
Glaser/in der Fachrichtung Verglasung und Glasbau ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Typische Branchen
Glaser/innen der Fachrichtung Verglasung und Glasbau finden Beschäftigung
in Betrieben des Glasergewerbes bei Fassadenbauunternehmen, in Fahrzeugglasereien oder bei Herstellern von Flachglas oder Glasbehältnissen.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • das Gestalten von Glas und Glaserzeugnissen
  • wie Glas und Glaserzeugnisse, lichtdurchlässige Werkstoffe und Glassysteme zur Energiegewinnung be- und verarbeitet werden
  • wie Dicht-, Kleb- und Dämmstoffe verarbeitet werden
  • wonach Holz, Kunststoffe, Metalle und andere Werkstoffe auszuwählen sind, wie diese zu lagern und zu bearbeiten sind
  • wie Arbeitsplätze und Montagestellen eingerichtet werden und welche Schutzmaßnahmen durchzuführen sind
  • welche qualitätssichernden Maßnahmen durchzuführen sind und wie Arbeitsaufträge kundenorientiert ausgeführt werden
  • wie beim Ein- und Ausbau von Glaskonstruktionen und Spezialverglasungssystemen verfahren werden muss
  • was beim Einbau von Glasfassadenelementen beachtet werden muss
  • was beim Instandsetzen von Bauelementen, Zubehörteilen und Glaskonstruktionen und beim Restaurieren zu beachten ist
  • wie Bilder und veredeltes Glas eingerahmt werden

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Objekte aus Glas und Glaserzeugnissen herstellen, Verglasungen und Glaskonstruktionen am Bau montieren) und in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in im Handwerk" eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich - über die Erstausbildung hinaus - zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland.

Quelle Text: Agentur für Arbeit