Sozialpädagogische Assistent/in - Kinderpfleger/in

Berufe mit Kindern und Jugendlichen

Die Tätigkeit im Überblick
Sozialpädagogische Assistenten und Assistentinnen bzw. Kinderpfleger/innen betreuen und pflegen - elternergänzend oder elternersetzend - Säuglinge, (Klein-)Kinder und teilweise auch Jugendliche.

Die Ausbildung im Überblick
Sozialpädagogische/r Assistent/in bzw. Kinderpfleger/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs. Sie dauert in Vollzeit i.d.R. 2 Jahre, in Teilzeit 2-3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen
Sozialpädagogische Assistenten und Assistentinnen bzw. Kinderpfleger/innen finden Beschäftigung in Kinderkrippen, Kindergärten und Kinderhorten, in Kinderheimen oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, an Ganztagesschulen, in Privathaushalten (mit Kleinkindern), in Erholungs- und Ferienheimen und in Kinderkrankenhäusern und -kliniken.

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts erwirbt man beispielsweise Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Sozialpädagogik, Erziehungslehre
  • Gesundheitslehre, Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung
  • Bewegungserziehung
  • Naturwissenschaftliche Erziehung
  • Musisch-kreative Erziehung, Werken, Musik und Rhythmik
  • Ernährung und Hauswirtschaft, hauswirtschaftliche Versorgung

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Praktika
In den außerschulischen Praktika erhalten die Schüler/innen Einblicke in die sozialpädagogischen, sozialpflegerischen und hauswirtschaftlichen Aufgaben der Kinderpflege. Sie lernen den Berufsalltag in Familienhaushalten, Krankenhäusern und sozialpädagogischen Einrichtungen (Kindertagesstätten, Kinderheime, auch für Kinder mit Behinderung) kennen und führen entsprechende Aufgaben zunehmend selbstständig aus.

Zusatzkenntnisse
Je nach Angebot der einzelnen Schulen werden Zusatzkenntnisse vermittelt, die den Erwerb eines mittleren Bildungsabschlusses oder der FachhochschulreifeFachworterklärung ermöglichen.

Sprachförderung und bedarfsorientierte Öffnungszeiten in Kitas
Um Kinder mit besonderem sprachlichem Förderbedarf zu unterstützen, beispielsweise Kinder mit Fluchterfahrung, führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bis 2018 das Programm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" durch. Die Fördermittel werden u.a. für zusätzliche Stellen für Fachkräfte im Bereich sprachliche Bildung verwendet. Das Programm "KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist" stellt Kindertageseinrichtungen Fördermittel zur Verfügung, um verstärkt am Bedarf der Eltern orientierte Öffnungszeiten realisieren zu können.

Modellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas"
Das Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" will zusätzliche Fachkräfte in der Kinderbetreuung gewinnen. Träger von Kindertageseinrichtungen, Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik sowie die zuständigen Fachverbände können an diesem Programm teilnehmen, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Vom Frühsommer 2015 bis zum Herbst 2020 sollen Modellprojekte gefördert werden, die gezielt für erwerbstätige Berufswechsler/innen und Arbeitslose erwachsenengerechte und die Kitatätigkeit begleitende Ausbildungsformate zum staatlich anerkannten Erzieher beziehungsweise zur Erzieherin schaffen oder weiterentwickeln. Die zukünftigen Fachkräfte bekommen eine monatliche Vergütung in festgesetzter Mindesthöhe.

Quelle Text: Agentur für Arbeit