Kaufmann/-frau - Dialogmarketing

Berufe rund um Marketing und Werbung

Die Tätigkeit im Überblick
Kaufleute für Dialogmarketing verkaufen Dienstleistungen im Bereich des Direkt- bzw. Telemarketings. Sie stellen Kapazitäten bereit, organisieren den Kundendialog und kontrollieren den Erfolg von Maßnahmen des Dialogmarketings.

Die Ausbildung im Überblick
Kaufmann/-frau für Dialogmarketing ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel.

Typische Branchen
Kaufleute für Dialogmarketing finden Beschäftigung in Call-Centern, in Service- und Kunden-Centern von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche. 

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man kundenorientierte Texte formuliert, Inbound- und Outbound -Gespräche führt und dabei auf die verschiedenen Kundentypen eingeht
  • wie man Kundenwünsche analysiert und bearbeitet und Kunden- und Auftragsdaten während des Gesprächs erfasst
  • was bei der Kundenberatung wichtig ist, wie man mit Reklamationen und Kündigungen umgeht und wie Lieferungs- und Zahlungstermine disponiert werden
  • wie man mit den betriebsüblichen Kommunikationsanlagen und der Software arbeitet, Datenbanken nutzt und Daten eingibt, pflegt und sichert
  • wie neue Kunden gewonnen werden können und wie man Kunden weitere Dienstleistungen und Produkte anbietet
  • was bei der Mitarbeit in Projekten wichtig ist, wie man die Teilaufgaben entwickelt und Ablaufpläne umsetzt, Kosten ermittelt und erfasst, Statistiken führt und die Projektergebnisse dokumentiert
  • wie man die Wünsche des Auftraggebers ermittelt, Angebote erstellt und bei Vertragsabschlüssen und der Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots des Unternehmens mitwirkt
  • wie man den Personaleinsatz plant, Mitarbeiter/innen brieft und motiviert und Mitarbeiterschulungen organisiert
  • was bei der Kalkulation von Kosten und der Leistungsabrechnung zu beachten ist und wie die betrieblichen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente eingesetzt werden
  • wie die Dienstleistungen des Unternehmens optimal vermarktet werden können, wie man Marketing-Maßnahmen plant und umsetzt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Kundinnen und Kunden gewinnen und Verkaufsgespräche führen, Bestimmungsfaktoren der Kundennachfrage gestalten) und allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde. 

Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende" soll angehende Kaufleute dazu befähigen, typische berufliche Aufgabenstellungen in einer Fremdsprache wie Englisch zu bearbeiten und z.B. Telefonate und Gespräche zu führen oder Geschäftsbriefe zu verfassen. Für den Erwerb der Zusatzqualifikation absolvieren die Auszubildenden eine Prüfung, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. Weitere Informationen erteilt die zuständige Industrie- und Handelskammer.

Virtuelle Callcenter
Derzeit sind stationäre Call-, Customer- und Contactcenter noch in der Überzahl, doch virtuelle Center bzw. Mischformen sind im Kommen. Im virtuellen Callcenter arbeiten die Mitarbeiter/innen im Home Office und sind flexibel einsetzbar. Ob Schulungen, Arbeitsorganisation oder Erfolgskontrolle: Die Umstellung auf virtuelle Callcenter oder Mischformen bringt für Führungskräfte wie auch für Mitarbeiter/innen neue Herausforderungen mit sich.

Quelle Text: Agentur für Arbeit