Musikfachhändler/in

Berufe rund um Vertrieb und Verkauf

Die Tätigkeit im Überblick
Musikfachhändler/innen verkaufen Musikalien, Musikinstrumente und Zubehör sowie Tonträger. Sie informieren und beraten Kunden, erledigen kaufmännische Aufgaben und wirken bei der Sortimentsgestaltung sowie bei Werbemaßnahmen mit.

Die Ausbildung im Überblick
Musikfachhändler/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel.

Typische Branchen
Musikfachhändler/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Musikfachgeschäften bzw. Musikabteilungen von Warenhäusern sowie Fachmärkten, im Musik-Versandhandel bzw. bei Onlineshops und im Musikalien-Großhandel.

Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in Musikverlagen.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Warenbereiche und Dienstleistungen im Musikfachhandel unterscheidet und wie man Kunden über Musikalien, Musikinstrumente und Tonträger informiert
  • welche Werbemaßnahmen es gibt, wie man Werbemittel und Werbeträger des Ausbildungsbetriebes einsetzt und wie man Waren verkaufswirksam präsentiert
  • wie man Belege erfasst, Geschäftsvorgänge rechnerisch bearbeitet und dabei betriebliche und rechtliche Regelungen berücksichtigt
  • welche Vertriebswege es im Musikfachhandel gibt, wie man die Vor- und Nachteile von E-Commerce beurteilt, wie man den Einsatz von E-Commerce für das Unternehmen prüft und welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind
  • wie man den Musikmarkt beobachtet, analysiert und die Einflüsse von Mode, Freizeit, Sport und Massenmedien auf die Entwicklung von Musiktrends beurteilt
  • wie man Wareneingänge erfasst und kontrolliert, wie man Waren annimmt, lagert und pflegt und wie man Bestände kontrolliert sowie Inventuren durchführt
  • wie man Preise gestaltet, Nachlässe für bestimmte Gruppen prüft, Handelsspannen ermittelt und Kalkulationen erstellt
  • wie das betriebliche Buchungssystem aufgebaut ist und wie Zahlungs- und Mahnvorgänge bearbeitet werden
  • den Bedarf an fachbezogenen Waren zu ermitteln und dabei Umsatz- und Bestandsentwicklung sowie Absatzchancen zu berücksichtigen
  • welche Zusammenhänge von Kosten, Umsatz und Ertrag es gibt und wie man betriebswirtschaftliche Kennzahlen ermittelt und auswertet

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Verkaufsgespräche kundenorientiert führen, Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern) und in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Spezialisierung während der Ausbildung
Die Ausbildung wird in durch Wahlqualifikationseinheitenvertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.: Musikinstrumente, Musikalien oder Tonträger.

Zusatzqualifikationen
Die Ausbildungsordnung sieht vor, dass in der Ausbildung nicht gewählte Wahlqualifikationseinheiten als Zusatzqualifikationen erworben werden können, z.B. Musikinstrumente, Musikalien oder Tonträger. Diese sogenannten kodifizierten Zusatzqualifikationen ermöglichen es Auszubildenden, sich fachlich über die Erstausbildung hinaus zu bilden.

Digitale Musiknoten
Neben der Möglichkeit, digitale Musiknoten gratis im Internet herunterzuladen, wächst auch der Markt für kommerzielle Angebote. Musikverlage und Musikfachgeschäfte, die an diesem Geschäft teilhaben wollen, müssen sich auf neue Vertriebswege und Formate wie Notenapps einstellen.

Quelle Text: Agentur für Arbeit