Konditoren und Konditorinnen

Die Tätigkeit im Überblick
Konditoren und Konditorinnen stellen Torten und Kuchen, Pralinen, Konfekt, Marzipan- und Zuckererzeugnisse, Salz-, Käse- und Dauergebäck sowie Speiseeis her.

Die Ausbildung im Überblick
Konditor/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Typische Branchen
Konditoren und Konditorinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Konditoreien, Confiserien, Cafés oder Bäckereien mit Feinbackwarensortiment und im Patisseriebereich großer Hotels und Restaurants. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in der Backwaren- und Süßwarenindustrie.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie Biskuit- und Baisermassen angeschlagen werden und wie man Brandmassen abröstet
  • was bei der Herstellung von Blätter-, Mürbe-, Hefe- und Plunderteigen zu beachten ist
  • worauf man bei der Herstellung von Füllungen achten sollte
  • welche Teigarten sich für Salz-, Käse- und Partygebäck eignen
  • wie man mit Kundenerwartungen umgehen kann
  • was man bei der Herstellung von Cremes (wie z.B. Marzipancreme) zu beachten hat
  • welche Dekortechniken es gibt
  • wie Pralinenkörper aus unterschiedlichen Massen gefertigt werden
  • wie man herzhafte Pasteten und Gerichte aus Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse herstellt
  • wie man Torten anfertigt
  • wie Konditoreierzeugnisse präsentiert und verkauft werden

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Herstellen einfacher Teige/Massen, Verarbeiten von Zucker) und in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in im Handwerk" eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich - über die Erstausbildung hinaus - zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland.

Quelle Text: Agentur für Arbeit