Altenpflegehelfer/innen

Die Tätigkeit im Überblick
Altenpflegehelfer/innen unterstützen Pflegefachkräfte wie Altenpfleger/innen bei allen Tätigkeiten rund um die Betreuung und Pflege älterer Menschen.

Die Ausbildung im Überblick
Altenpflegehelfer/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert in Vollzeit 1-2 Jahre, in Teilzeit 2-3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen
Altenpflegehelfer/innen finden Beschäftigung in Altenwohn- und -pflegeheimen, in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern, in Pflege- und Rehabilitationskliniken, in Hospizen, bei ambulanten Altenpflege- und Altenbetreuungsdiensten und in Privathaushalten.

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • welche körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen im Alter ablaufen
  • welche altersbedingten Krankheitsbilder (auch psychische Erkrankungen) es gibt, wie pflegerelevante Krankheitsbilder und ihre Symptome zu erkennen und wie sie zu behandeln sind, welche Medikamente unter welchen Voraussetzungen verabreicht werden
  • wie man alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegt, das heißt sie je nach Grad der Pflegebedürftigkeit nur in ihrer Lebensführung unterstützt bis hin zur Versorgung komplett pflegebedürftiger Menschen
  • wie der Pflegeprozess geplant und dokumentiert wird
  • wie gerontopsychiatrisch Erkrankte, alte Menschen mit Behinderung und insbesondere Schwerstkranke und Sterbende gepflegt und betreut werden
  • wie man bei der Behandlung und Rehabilitation kranker und alter Menschen mit Behinderung, einschließlich der Ausführung ärztlicher Verordnungen, mitwirkt
  • welche Wohnformen im Alter infrage kommen und was bei der Pflege alter Menschen in ihrer häuslichen Umgebung bzw. in stationären Einrichtungen der Altenhilfe zu beachten ist
  • wie man alten Menschen bei der Haushaltsführung (Putzen, Textil- und Wäschepflege, Nahrungszubereitung) und den Verrichtungen des täglichen Lebens (z.B. Einkäufe tätigen, Bankgeschäfte erledigen) hilft bzw. wie man den Haushalt zeit- und kostensparend führt
  • wie man alte Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten betreut und berät und sie zu einer möglichst eigenständigen Lebensführung anregt, einschließlich der Förderung sozialer Kontakte
  • welche berufstypischen Problemsituationen (z.B. Pflege als Berufstätigkeit in der Privatsphäre Fremder, Umgang mit geistig verwirrten alten Menschen) auftreten können und wie man damit umgeht, welche Rolle Familienbeziehungen und soziale Bindungen spielen können
  • wie man situationsbezogen Gespräche führt, z.B. mit Angehörigen oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sozialer Einrichtungen oder von Behörden
  • welche Träger, Dienste und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Altenpflegehilfe von Bedeutung sind
  • Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet

Praktika
Bei Praktika werden die theoretischen Inhalte in verschiedenen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenpflege umgesetzt und angewandt. Die Schüler/innen sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden und gewinnen einen Überblick über Aufbau und Ablauforganisation der Einrichtung.

Digitalisierung in der Pflege
Digitalisierung und intelligente Technik wie E-Health, technische Assistenzsysteme, Telematik, Telecare und medizintechnische Innovationen halten zunehmend Einzug in die stationäre und ambulante Pflege. Der vermehrte Technikeinsatz führt auch zu Veränderungen von Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen. Um für die "Pflege 4.0" fit zu sein, müssen sich Pflegefachkräfte kontinuierlich weiterbilden.

Quelle Text: Agentur für Arbeit